In dieser Episode sprechen wir darüber, ob es besser ist mit einem Partner zu starten oder komplett alleine. Ich teile mit euch meine Erfahrungen zu dem Thema und dann schauen wir noch, wie du deinen Partner auswählen sollst und was bei der Arbeitsteilung wichtig ist.
Viel Spaß dabei !

Alleine oder mit einem Partner starten? Diese Überlegung solltest du aber erst anstellen, wenn du wirklich schon eine Idee hast. Denn es bringt nichts, wenn du einen Partner hast, aber dann nicht weißt, was du machen willst oder was du starten sollst. Ich muss noch schnell im Vorhinein sagen, dass alles, was ich jetzt hier sage, ist meine persönliche Meinung.

Es heißt nicht, dass du dir keinen Partner holen sollst für ein Projekt, wenn ich jetzt sage, dass ich das nicht machen würde und genauso umgekehrt. Ich gebe dir nur Denkanstöße, du kannst dann weiterdenken. Du solltest außerdem wissen, was du von deinem Partner überhaupt möchtest. Denn warum brauchst du denn überhaupt Unterstützung? Es gibt drei Dinge, die du von einem Partner haben kannst.

Erstens Arbeitsleistung – Er hilft mit. Zweitens Geld – Er bringt Geld ein, weil du irgendetwas finanzieren musst. Drittens Motivation – Wenn du sehr anfällig bist, dass du schnell unmotiviert wirst und das Projekt schnell über den Haufen wirfst, dann kann es auch sein, dass du einen Partner brauchst, der dir genau in solchen Situation sagt:“Hey, reiß dich am Riemen! Du schaffst das! Halte durch!“ Und wenn du eine von diesen drei Dingen benötigst, dann kannst du darüber nachdenken, ob du einen Partner brauchst. Sonst ist es eigentlich eh überflüssig. Starten wir gleich direkt in die Episode.

Meine Erfahrungen

Meine persönliche Erfahrung ist eher schlecht. Ich habe einen YouTube-Kanal und zwei Bands jeweils mit Freunden gegründet, verschiedene Freunde, und ich kann euch sagen, dass es Probleme gegeben hat. Vielleicht liegt es auch daran, dass es mehrere waren und nicht nur einer, mit dem man zusammenarbeitet.

Jedenfalls ist die Organisation schwierig. Dann bei den YouTube-Kanälen ist die Arbeit immer an mir hängengeblieben. Die anderen waren nicht so motiviert wie ich, und irgendwie haben wir beim YouTube-Kanal auch immer aufeinander warten müssen. Bis der mal daherkommt, und dann hat der das vergessen und dann braucht der da noch ein bisschen länger, weil er das noch machen muss.

Das war dann so mühsam, dass es irgendwann einfach keinen Spaß mehr gemacht hat. Irgendwann habe ich beschlossen:“ Wenn ich das nächste Projekt starte, starte ich auf jeden Fall alleine, und nicht mit einem Partner!“

Ich hatte die Schnauze einfach schon so voll, weil ich so motiviert war und immer bereit war, alles zu geben und Zeit zu investieren, was ich nur hatte, obwohl ich im Vergleich zu meinen Mitschülern viel weniger Zeit hatte, weil ich in die Musikschule ging, weil wir zu Verwandten gefahren sind, weil ich noch in einen Sportverein gegangen bin.

Trotzdem habe ich viel mehr Zeit in die gemeinsamen Projekte investiert als sie, weil ich dazu bereit war, meine Zeit zu investieren. Die Anderen haben halt irgendwelche Serien geschaut, und das habe ich ausgelassen und damit meine Zeit gespaart.

Partnerwahl

Wenn du dann beschlossen hast, dass du wirklich einen Partner brauchst, dann mach dich auf die Suche und wähle ihn wirklich mit Bedacht. Es kann dein bester Freund sein, muss es aber nicht, denn oft hat man mit besten Freunden so eine Beziehung, die nicht wirklich produktiv ist, wo man nicht ernst bleiben kann, nur herumblödelt und das ist und das ist unmöglich so zu arbeiten.

Ich schätze mal, dass es bei deinem Projekt darum geht, irgendwie etwas produktiv zu erledigen. Das du deswegen einen Partner brauchst und manche beste Freunde sind halt in dieser Hinsicht unpassend. Wichtig ist aber auf jeden Fall, dass du der Person auf 100% vertrauen kannst. Natürlich sagen jetzt manche:“Man kann nie jemandem zu 100% vertrauen und man sollte immer vorsichtig sein und so.“

Aber meiner Meinung nach solltest du einem Geschäftspartner, ihr seid ja dann Geschäftspartner, auch wenn es zurzeit nur ein Projekt ist. Trotzdem sollte man zu Geschäftspartnern eine sehr enge Beziehung haben und wirklich dem Geschäftspartner vertrauen können. Außerdem sollte der Partner wirklich pünktlich sein.

Denn es gibt nichts nervigeres, als auf die Verzögerung von jemandem zu warten, wenn man einen vollen Terminkalender hat, oder einen vollen Aufgabenplan. Es ist egal, ob Meetings oder Deadlines, es sollte immer alles pünktlich gemacht werden, denn sonst ist die Planung einfach um ein Vielfaches ungenauer und schwieriger.

Der Partner, mit dem du zusammenarbeitest, sollte außerdem genauso motiviert sein, wie du, und genauso für die Idee brennen, wie du. Wenn du jetzt jemanden im Kopf schwirren hast, wo du sagst:“Der muss unbedingt dabei sein!“ und wenn du mit ihm sprichst ist er so:“Naja, hm, naja.“ Und dann überredest du ihn. Mit Ach und Krach macht er dann doch mit.

Das kann problematisch werden und wird auch wahrscheinlich nicht so lange halten, denn diese Motivation, die du ihm einmal eintrichterst, die bleibt ja nicht ewig. Das weißt du doch auch selbst von deiner Motivation. Motivation ist schon das richtige Stichwort, denn ihr beide sollt euch gegenseitig motivieren.

Wenn der eine mal eine Down-Phase hat oder einen schlechten Tage oder alles in den Satz setzen will wegen irgendeinem unerwarteten Ereignis, sollte der andere da sein und ihm den Rücken stärken. Das ist so meiner Meinung nach der größte Vorteil, der auch mir manchmal fehlt, das es einfach einen zweiten gibt, der dich motivieren kann, nicht nur du selbst.

Das ist dann wie dein Reservereifen im Auto. Wenn ein Reifen mal platzt und du dann nicht mehr weiter kannst, hast du immer noch den Reservereifen.

„Ein Team ist mehr, als die Summe seiner Mitglieder.“

-Wise (Wo)man-

Aufgabenteilung

Wenn du deinen Partner nun ausgewählt hast und mit ihm darüber gesprochen hast und ihn motivieren konntest und er nun komplett von deiner Idee überzeugt ist, geht es nun weiter zur Arbeitsteilung. Teilweise ein heikles Thema, wenn es Aufgaben gibt, die keiner machen will. In einem Haushalt wäre das z.B. das Kloputzen.

Ganz so schlimm ist es dann im Business natürlich nicht, aber trotzdem gibt es sehr viele lästige Aufgaben, auf die man einfach keine Lust hat. Bestenfalls ergänzen sich eure Fähigkeiten. Das der Eine z.B. Marketing sehr gut beherrscht und der Andere dafür den Videoschnitt. Zwei Bereiche, die hervorragend zusammenpassen.

Den Rest kann man dann entweder dazulernen oder outsourcen oder noch einen Partner dazuholen. Jedenfalls sollte man die Teilbereiche fest einteilen oder nicht unbedingt fest, aber einmal klarmachen, wer was kann. Achte bei der Arbeitsteilung auf jeden Fall darauf, dass die Arbeit nicht nur bei dir bleibt, denn das ist mit beim YouTube-Kanal, das ist die Arbeit an mir hängengeblieben ist.

Ich habe die Videos geplant, die Konzepte, die Skripte geschrieben, die Videos gedreht und geschnitten und dann hochgeladen. Im Prinzip alles, außer vor der Kamera zu stehen, weil ich damals einfach riesige Angst davor hatte. Dein Partner sollte wirklich bereit sein, Arbeit zu übernehmen, denn dafür ist er ja da.

Er soll dich unterstützen und nicht die Arbeit, die ihm keinen Spaß macht, auf dich abschütteln, und du kannst dann schuften, während er halt sich fadisiert. Für mich ist es auch wichtig, eine klare Rollenverteilung zu haben. Seid ihr auf derselben Stufe?

Seid ihr beide Geschäftsführer, oder ist der eine fürs Marketing zuständig, der andere für die Geschäftsabläufe und das Personal? Wie würde das bei eurem Projekt aussehen? Ich meine jetzt, natürlich bei kleineren Projekten macht das keinen Sinn, aber zumindest zu sagen, wenn ihr Ideen habt, wer entscheidet, ob ihr die umsetzt? Wenn ihr Geld ausgeben wollt, wer entscheidet? Wenn ihr euch unstimmig seid. Solche Sachen.

Fazit

Leider kann ich dir die Arbeit nicht abnehmen. Es ist manchmal wirklich anstrengend so einen tollen Partner zu finden, der dann mit einem wirklich arbeitet und produktiv ist. Aber wenn du ihn wirklich brauchst, dann ist es auch die Mühe wert.

Verabschiedung

Mehr habe ich dazu eigentlich nicht zu sagen. Wir hören uns in der nächsten Episode. Starte noch heute und denke immer daran: „Der Weg ist das Ziel!“

Ich wünsche dir noch einen wunderschönen produktiven Tag!
Dein Gregor Alexander