003 Glaubenssätze

19

Juni, 2017

Dirk Wilhelm
Glaubenssätze
Ängste

In dieser Episode spreche ich mit Dirk von One Life Baby über negative Glaubenssätze, Ängste, Hürden und falschen Vorstellungen, die uns davon abhalten unsere Träume umzusetzen.

Für alle, die noch nie etwas von One Life Baby gehört haben, möchte ich stellvertretend Klarheit schaffen.

Dirk ist ein unglaublich netter und entspannter Kerl. Den ich über seinen YouTube Kanal One Life Baby schon seit längerer Zeit verfolge. In seinen Videos gibt er Tipps für alles was uns daran hindert ein geiles Leben zu kreieren.

Als Life- und Karriere-Coach hilft Dirk, in 1on1 Coachings, anderen Menschen ihre Hürde zu erkennen und zu lösen. Auf seiner Website findet ihr seien Videokurs zum Thema Ängste überwinden, zu einem Hammer-Preis.

Ganz kurz bevor das Interview anfängt muss ich noch ein paar ehrliche Worte mit euch wechseln. Ich war während dem Interview echt nervös, weil es mein erstes Interview war. Als ich mit Dirk über negative Glaubenssätze gesprochen habe, hielten mich genau diese Glaubenssätze klein.

Ich finde es immer noch krass, mit wie viel Verständnis mich Dirk unterstützt hat. Verzeiht mir also, wenn ich ein bisschen verkrampft wirke. In den nächsten Interviews wird es besser.

So jetzt geht es aber direkt rein ins Interview.

 

In dieser Episode spreche ich mit Dirk von One Life Baby über negative Glaubenssätze, Ängste, Hürden und falschen Vorstellungen, die uns davon abhalten unsere Träume umzusetzen.

Für alle, die noch nie etwas von One Life Baby gehört haben, möchte ich stellvertretend Klarheit schaffen.

Dirk ist ein unglaublich netter und entspannter Kerl. Den ich über seinen YouTube Kanal One Life Baby schon seit längerer Zeit verfolge. In seinen Videos gibt er Tipps für alles was uns daran hindert ein geiles Leben zu kreieren.

Als Life- und Karriere-Coach hilft Dirk, in 1on1 Coachings, anderen Menschen ihre Hürde zu erkennen und zu lösen. Auf seiner Website findet ihr seien Videokurs zum Thema Ängste überwinden, zu einem Hammer-Preis. #00:00:00-0#

 

 

Ganz kurz bevor das Interview anfängt muss ich noch ein paar ehrliche Worte mit euch wechseln. Ich war während dem Interview echt nervös, weil es mein erstes Interview war. Als ich mit Dirk über negative Glaubenssätze gesprochen habe, hielten mich genau diese Glaubenssätze klein.

Ich finde es immer noch krass, mit wie viel Verständnis mich Dirk unterstützt hat. Verzeiht mir also, wenn ich ein bisschen verkrampft wirke. In den nächsten Interviews wird es besser.

So jetzt geht es aber direkt rein ins Interview.

Shownotes

OneLifeBaby

Website

YouTube

„People are crippled by perfection. I just keep moving forward.“

-Gary Vaynerchuk-

Gregor: Du bist mit einem Fiat 500 durch Teneriffa gefahren und hast auch darin geschlafen. In dem Video hast du auch erwähnt, dass du 1,91m groß bist. Wie hast du es geschafft in einem Fiat 500 zu schlafen und durch die Insel zu fahren. #00:03:09-6#

 

Dirk: Hahaha…Hi Gregor erstmal und  alle die zuhören, vielen Dank dass ich dabei sein darf. Da hast du richtig gehört. Das was du zitierst ist aus einem Video, das ich im Januar aufgenommen habe. Anfang diesen  Jahres bin ich nach Teneriffa gezogen, um dort neben der Arbeit zu gucken wie es sich anfühltl, wenn ich jeden Tag Surfen gehe. Ich wollte am Anfang erstmal, als ich angekommen bin, schauen wo ich mich ansiedeln möchte. Da hab ich mir einen Mietwagen geholt, den kleinsten den es gab. Ich hab mir ein gewisses Budget vorgenommen und dann war das halt der Fiat 500. Ich hatte auch einen Schlafsack und eine Isomatte mit, also ich wäre auch in der Lage gewesen unter freiem Himmel zu schlafen. Aber dann hab ich das ausprobiert und es ging sehr, sehr gut. Wir glauben da passt man nicht rein, aber man muss erst mal die Dinge probieren. Also ich habe auch gedacht es wird verdammt unangenehm und eng, aber ich hab auch schon mal in Neuseeland 10 Monate verbracht und dort 4 Monate auch in so einem Kleinstwagen mit einem Kumpel zusammen gelebt und nebenbei gearbeitet.

Also es ist wesentlich bequemer, als man sich vorstellen kann. Ich konnte dort komplett ausgestreckt liegen, und das ist wieder so sinnbildlich für das was so viele Leute immer wieder denken. Dass man um geile Sachen im Leben zu kreieren, dass man da ganz  viele Ressourcen braucht, aber meistens ist es mit dem minimalsten  Aufwand und dem minimalsten finanziellen Backup möglich, richtig coole Sachen auf die Beine zu stellen. #00:05:00-6#

 

Gregor: Ja, auch jeden Fall. Nur was hast du gemacht wenn du in der Nacht pinkeln musstest, wo hast du dich umgezogen, wo hast du Zähne geputzt oder deinen Laptop geladen? #00:05:10-4#

 

Dirk: Meinen Laptop habe ich in öffentlichen Plätzen geladen, wie zum Beispiel Bibliotheken. Ich bin ein großer Freund davon weil ich halt, sagen wir mal, ortsungebunden lebe. Ich habe immer mal hier ne Homebase, mal da ne Homebase und da guck ich schon immer wo gibt es eine öffentliche Bibliothek oder ein Caffé. Da kann man dann super seine elektronischen Geräte aufladen. Handy geht natürlich auch über den Zigarettenanzünder.

Und wo ich pinkeln war, naja ich hab die Tür aufgemacht, hab mir draußen einen Busch gesucht. Da bin ich vielleicht als Kerl ein bisschen im Vorteil, im Vergleich zu den Damen, aber das sollte nicht das Problem sein. Ich war ja da irgendwo, an irgendeinem schönen Strand, in der Natur normalerweise. Und nicht in einer Großstadt. Wenn ich in einer größeren Stadt gewesen wäre, dann hätte ich mir wahrscheinlich lieber ein Hostel gesucht. Aber wenn man irgendwo im Nirgendwo ist dann bietet sich das halt an. Da hat man auch all den Platz den man braucht. #00:06:15-8#

 

Gregor: Und wenn du in Deutschland bist hast du ein Häuschen an einem See. #00:06:27-2#

 

Dirk: Einen Wohnwage, ja. #00:06:27-2#

 

Gregor: Ahh, einen Wohnwagen, okay. Jedenfalls beneide ich dich wirklich darum, weil es auch irgendwie so eine Vorstellung ist vom frei Arbeiten. Dass man an einem See aufwacht und gleich am Morgen schwimmen gehen kann. Wie bist du dazu gekommen, dass du dort einen Wohnwagen hast? #00:06:58-6#

 

Dirk: Das ist ein Wassersportverein. Ich bin mit Freunden schon bevor ich dort…jetzt gerade ziehe ich auch wieder dort hin. Jetzt bin ich von Teneriffa zurück gekommen, bin seit einem Monat in Deutschland und jetzt wo die Sommerseason beginnt gehe ich dort wieder hin. Weil wir dort dann Wakeboard fahren, Wasserski und all den Spaß, am Wochenende mit meinen Freunden unternehme. Das ist auch der Grund warum ich dort einen Wohnwagen habe, weil wir dort Vereinsmitglieder geworden sind und uns dann darum gekümmert haben, dort zu übernachten. Das ist wie ein großer Campingplatz in der Natur.

Wie ich dazu gekommen bin, dass ich dort arbeite. Das war als ich dort meine Wochenenden verbracht habe, hatte ich so eine großartige Zeit. Und ich hatte schon vor vielen Jahren schon den Traum, hey ich will von einem tollen Ort aus arbeiten können. Dann hab ich 2,5 Jahre, nachdem ich auf großer Reise durch die Weltgeschichte war. Als ich wieder gekommen bin, hatte ich mich 2,5 Jahre dahintergeklemmt, diesen Traum wahr zu machen. Und als ich das dann erreicht hab, dass ich ne Arbeit mir kreirt habe bei der ich nicht an einen Ort gebunden war. Da hab ich dann gesagt, so jetzt teste ich das und das war im April von 3 Jahren, April 2014 bin ich dort zum ersten Mal hin, unter der Woche, und habe angefangen mit meinem Laptop zu arbeiten und hab das getestet. So war der erste Anlauf. Das war ganz anders als ich es mir vorgestellt habe. Ich habe nämlich auch so wie du gedacht, das ich mein Traum das muss großartig sein. Und es war aber genau das Gegenteil. Nach 2 Tagen habe ich schon gedacht, scheiße Dirk scheiße jetzt hast du 2,5 Jahre deines Lebens hardcore da rein investiert um deinen Traum wahr zu machen und jetzt fühlt sich der Traum scheiße an.

mittlerweile hat sich das geändert. Ich wohe dort nicht weil ich das Kacke finde. Aber ich habe herausgefunden, warum ich mich Kacke gefühlt habe und habe das angepasst und hab aus den Erfahrungen wieder gelernt und das umgesetzt. #00:09:12-9#

 

Gregor: Okay. Ich finde nämlich für Videos ist das eine tolle Location. Und das ich auch wieder so ein Beispiel, wie uns das Leben manchmal zuspielt. Denn als du im Wassersportverein angefangen hast, hast du noch keine Video gemacht, oder? #00:09:47-3#

 

Dirk: Nein. #00:09:47-3#

 

Gregor: Genau. Denn rückblickend denkt man sich dann oft, was ein Zufall dass es überhaupt dazu gekommen ist.

Aber jetzt starten wir rein in das Thema Glaubenssätze. Also ich dacht immer, dass nur ich diese Ängste habe. Wenn mir Fragen gestellt habe die mich runtergedrückt haben, als ich verängstigt war von Dingen die ich umsetzen wollte. Da dachte ich immer das geht nur mir so. Aber seit dem ich angefangen habe, meine Ängst zu bekämpfen, dagegenzugehen und mich damit mehr zu befassen, ist mir aufgefallen, dass wir alle diese Ängst haben. Würdest du das so bestätigen? #00:10:52-4#

 

Dirk: Also grundsätzlich, würde ich sagen dass wir nicht alle die selben Ängste haben. Das können wir ja alle, wenn wir uns fragen was ist meine größte Angst, wovor drücke ich mich immer wieder. Das ist oft was ganz individuelles. Es gibt natürlich solche Ängste die ganz ganz häufig auftreten. Laut Umfragen ist es so, dass mehr Menschen Angst davor haben, in der Öffentlichkeit vor der Bühne zu stehen, als vor dem Sterben. Als da sieht man mal, dass diese Angst eine sehr häufige ist. Dann gibt es aber auch Ängste, dass Menschen Angst vor einer Maus haben oder einer Spinne. Oder den Hörer in die Hand zu nehmen und jemanden anzurufen und zu fragen, willst du was mit mir was zu unternehmen oder das andere Geschlecht anzusprechen oder weiß ich was. Das sind dann ganz individuelle Ängst und grundsätzlich ist es auch so, dass nur weil man in einem Bereich keine Ängste verspürt und mutig ist, nicht in einem anderen Bereich sehr verängstigt sein kann.

Ich habe das bei mir nie verstanden, so wie du gerade sagst nur ich hab die Ängst, ich bin so ein Abenteuerfreudiger Typ. Ich bin nach dem Abitur ein halbes Jahr nach Australien gegangen und hab dort ein halbes Jahr im Kofferraum meines Autos gelebt, um jeden Tag surfen zu gehen. Und wenn es darum geht einem Mädchen auf der Straße „Hallo“ zu sagen, dann hat sich bei mir der Magen umgedreht. Wie kann das sein, Wieso spring ich gerne von einer Klippe oder mach Abenteursportarten, aber traue mich nicht meine Meinung laut zu sagen. Das ist doch weniger gefährlich. Von daher sieht man, jeder der jetzt gerade zuhört und sich denkt, ich traue mich meine Meinung zu sagen, aber ich traue mich nicht von einer Klippe zu springen. Also da sieht man wieder das ist ganz individuell. Das ist vollkommen in ordnung.

Du hattest gerade gesagt, seit dem du anfangen hast gegen deine Ängste zu kämpfen. Das habe ich früher auch immer gedacht, dass ich gegen meine Ängst kämpfen muss. Aber mittlerweile habe ich eine andere Haltung dazu. Denn Ängst sind etwas ganz natürliches. Angst ist ein Überlebensmechanismus, es ist nichts schlechtes was wir bekämpfen müssen. Es hat alles seinen Sinn und Zweck. Die Angst verschafft uns nämlich einen gewissen Energieschub. Die Natur hat sich das für uns einfallen lassen, damit wir in Gefahrensituation schnell auf alle Ressourcen zurückgreifen können. Dann ist die Herzrate nämlich angestiegen und unsere Pupillen geweitet, damit wir alles genau wahrnehmen können. Blöderweise habe wir nicht die Möglichkeit so genau Einfluss darauf zu nehmen, was es am Ende ist, wovor wir Angst haben. Heute gibt es wenig solche lebensbedrohlichen Situationen, aber scheinbar finden wir mehr als genug andere Szenarien vor denen wir uns dann fürchten. Aber an sich ist erstmal, alles was wir erleben und verbinden mit Angst haben ist ein ganz natürlicher Prozess und vollkommen in Ordnung. #00:14:51-1#

 

Gregor: Kleine Frage, die mir gerade in den Sinn gekommen ist. Angst und Glaubenssätze. Wo sind die Unterschiede und wo die Gemeinsamkeiten? #00:14:58-4#

 

Dirk: Gute Frage. Angst ist ein Überlebensmechanismus, Glaubenssatz ist eine Sichtweise. Glaubenssätze sind Überzeugungen. Das Leben ist schön oder das Leben ist schwer und scheiße. Das ist ein Glaubenssatz, das hat nichts mit Angst zu tun. Ich bin schön oder ich bin hässlich, ist auch eine Sichtweise. Es gibt nicht die Wahrheit, sondern nur verschieden Perspektiven auf ne Sache. Wenn ich dich frage was ist dein Lieblingsessen. Was ist dein Lieblingsessen? #00:15:42-4#

 

Gregor: Ähh. Linsen mit Nockerl. #00:15:42-4#

 

Dirk: Okay, Linsen mit Nockerl. So ich könnte jetzt sagen, das stimmt nicht! Mein Lieblingsessen ist Spaghetti Bolognese und das ist viel besser. Das ist eine andere Perspektive, aber es ist nicht die Wahrheit. Es ist vielleicht meine Wahrheit, aber nicht die Wahrheit. Das sind Glaubenssätze.

Ängst sind was komplett anderes, aber beide haben Gemeinsamkeiten im Businesskontext und sein Leben zu was großem zu machen. Beide haben eine massive Kraft, uns dabei zurückzuhalten unser volles Potenzial auszuschöpfen. Es gibt Ängst die und schützen, wie ich es gerade verdeutlicht habe. Aber die sind in erster Linie, in der heutigen Zeit eine Bremse, die uns zurückhalten wirklich Gas zu geben. Und zielgerichtet die Schritte zu unternehmen, die im Einklang mit unseren Wünschen und Zielen und Werten sind.

Und genau so ist es mit unseren Glaubenssätzen. Es gibt Glaubenssätze die sind förderlich um unsere Wünsche zu erreichen. Also wenn ich glaube ich bin mutig, selbstbewusst und kann das, dann hilft mir das natürlich. Wenn ich aber glaube ich kann das nicht, das hat noch nie geklappt, ich bin schüchtern oder so was. Dann ist das natürlich nicht förderlich für gewisse Schritte die wir auf unser Ziel zugehen. Des wegen brenne ich auch leidenschaftlich für dieses Thema, weil ich mein Leben lang erlebt habe, dass ich mich am Ende immer wieder selber am meisten sabotiert habe. Wie ich ein Ziel hatte, dass ich ein Business aufzubauen will, das mir erlaubt so zu leben wie es mir gefällt und den Unterschied zu machen so wie es mir wichtig ist. Mit den Themen die ich cool finde. Da gab es keine Hürden von Außen, die Hürden waren immer in mit drin. Und das fand ich so faszinierend, dass ich mich immer tiefer damit beschäftigt habe.

Und deswegen mittlerweile ganz gut darüber bescheid weiß, theoretisch aber in erster Linie praktisch. #00:18:11-1#

 

Gregor: Was waren deine Hürden, beim Start von OneLifeBaby? #00:18:20-9#

 

Dirk: Überhaupt anfangen. Ich weiß nicht wann die Idee zum ersten Mal in meinem Kopf war, aber ich weiß dass ich für die Veröffentlichung der ersten Version meiner Website ein halbes Jahr lang an den Inhalten gebastelt habe und an dem optischen Erscheinungsbild. Anstatt etwas einfaches, schnelles rauszuhauen das erstmal meine Ideen mit anderen Menschen teil, habe ich erstmal angefangen zu lernen wie kann man eine Website programmieren. Ich hatte damals gedacht, dass ist total wichtig. Da sind wir wieder beim Thema Glaubenssätze, es war meine Überzeugung es ist super wichtig, dass die Website perfekt ist und super geil aussieht. Und ich sie nicht veröffentlichen kann, solange das nicht astrein ist. Und das hat dazu geführt ein halbes Jahr lang andere Dinge gemacht habe, ich glaube sogar viel mehr. Also heute weiß ich, dass diese Überzeugung – das war so die logische Sichtweise. Und Logik ist meistens Angst, die sich nur diese Jacke der Logik anzieht oder die Maske der Logik aufsetzt. Da war eine tiefe Angst in mir drin. Was werden meine Freunde sagen, wenn sie die Website sehen, was werden Andere denken. Es war ganz ganz krass, die Angst dass Andere mich verurteilen könnten für das was ich mache. Das sie sagen, wieso will sie der in diese Richtung ein Business aufbauen, der hat doch gar keine Ahnung oder so. Die Maske der Logik war sozusagen, die Website muss perfekt sein damit ich denen jeglichen Boden nehme, jegliche Argumente nehme, dass ich keine Ahnung habe. Ich wollte schon fertig und perfekt nach außen hin wirken, um damit sicherzustellen dass niemand mich kritisiert. #00:20:33-3#

 

Gregor: Okay. Ja also ich kann das nur genauso von mir sagen. Denn für war und ist es auch noch immer, die größte Hürde. Was denken die Anderen, was glauben sie dann von mir.

Mir ist einfach aufgefallen, bei meinen jüngeren Geschwistern, Kinder habe diese Glaubenssätze nicht. Denn mein kleiner Bruder ist 12 Jahre jünger als ich und er ist trotzdem fest davon überzeugt, dass erschneller laufen kann und stärker ist als ich. Und auch wenn ich es ihm 15 mal beweisen würde, er würde trotzdem an seinem Glaubenssatz festhalten. Das finde ich so bemerkenswert bei Kindern. Aber warum haben Kinder diese Glaubenssätze nicht? #00:21:38-3#

 

Dirk: Ich weiß nicht ob ich das so unterstreichen würde, dass Kinder das grundsätzlich nicht haben. Grundsätzlich ist es so, dass Glaubenssätze ganz stark danach ausricht was wir vorgelebt bekommen und was wir für Erfahrungen gemacht haben. Da reichen ganz einfache Erlebnisse in der Kinderheit. Man sagt schon vor der Geburt kann es dazu kommen, ich hatte letzte Woche ein unfassbar geiles Gespräch mit einer Expertin die sich mit der Prägung von uns Menschen während der Geburtszeit beschäftigt. Ich fand das so faszinierend, dass in dieser Zeit der Hormonhaushalt unserer Mutter massiv uns beeinflussen kann. Wie wir uns verhalten werden, woran wir glauben werden, woran wir festhalten. Worüber ich vor diesem Gespräch schon bescheid wusste ist, dass die ersten Jahre eines Kindes ganz prägsam sind. Weil wir wie ein unbeschriebens Blatt sind und wie eine Videokamera herumlaufen, die auf Aufnahme gedrückt hat. Und danach wird es später abgespielt. Und nicht bewusst…das ist ja das krasse, vorhin deine Frage mit den Ängsten und Glaubenssätzen. Eine weitere Gemeinsamkeit ist, klar haben wir gewisse Ängst die uns bewusst sind. Aber ganz viele Sachen sind auch unterbewusst, wo wir uns gar nicht darüber Gedanken machen. Mir war nicht so klar bewusst, dass ich Angst davor hatte was andere Leue sagen. Das musst ich erstmal entdecken. Und genau so ist es mit den Überzeugungen, es gibt unbewusste und bewusst.

Und ich weiß nicht ob dein kleiner Bruder sich dessen bewusst ist, weil er in irgendeiner Form geprägt wurde. Es kann ins positive und auch ins negative gehen. Das ist so der Ursprung, so weit wie ich es jetzt verstehe. Ich bin immer auch so ein – work and progress – ich bin ein Experte ja, aber ich weiß mittlerweile – ich hatte früher die Überzeugung, wenn ich selber sage ich bin Experte in einem Bereich, dann muss ich es perfekt können und alle Lösungen haben. Mittlerweile weiß ich das ist totaler Bullshit, das ist meine neue Überzeugung. Das macht keinen Sinn, denn dann würde ich neue Möglichkeiten dazuzulernen komplett zumachen. Mittlerweile weiß ich, okay ich weiß nen Scheiß, ich kann jeden Tag was neues dazulernen. Deswegen weiß ich auch alles was diese Thema Glaubenssätze angeht, weiß ich da ist noch so viel mehr zu lernen und so viel mehr rauszufinden uns so viel mehr Erfahrungen zu machen. Und deswegen bin ich immer offen und sage auch von Anfang an, ja ich beschäftige mich leidenschaftlich gerne, 24 Stunden am Tag mit diesen Themen und deshalb bin ich ein Experte. Aber das heißt nicht, dass ich alles rausgefunden habe und alles weiß. #00:24:55-3#

 

Gregor: Ja, absolut. Ich habe vor kurzem eine Episode zu diesem Thema vom Digitalen Nomaden Podcast gehört. Wenn du dich in einem Bereich weiterbildest, wirst du immer wieder an neu Grenzen stoßen, die du nicht kanntest. Wenn du das lernst, dann findest du wieder Dinge die du noch nicht weißt. Es ist ein Kreislauf. Man kann sich unendlich weiterbilden. #00:25:57-1#

 

Dirk: Sehe ich auch so, ja. #00:25:57-1#

 

Gregor: Was mich jetzt noch interessieren würde, welche limitierenden Glaubenssätze hast du jetzt noch? Du dokumentierst deine Entwicklung ja auf YouTube und gehst gegen deine negativen Glaubenssätze vor, indem du dich aus deiner Komfortzone entfernst.  Aber welche negativen Glaubenssätze hast du momentan? #00:26:35-9#

 

Dirk: Also ich weiß, dass ist jetzt Kleinkrümelkackerei aber ich will das nochmal gerne richtig stellen. Ich glaube nicht dass es negative Glaubenssätze gibt. Ich glaube aber, dass es limitierende Glaubenssätze gibt. Oder förderliche Glaubenssätze. Denn ein Glaubenssätze der mich heute limitiert, der hält mich davon ab beschwerdefrei mein Ziel zu erreichen. Also es gibt limiterende Glaubenssätze und förderliche. Aber der Glaubenssatz der heute limitierend ist hatte irgendwann mal einen ganz wichtigen Sinn, eine ganz wichtige Aufgabe. Da war der förderlich, da hat er mir geholfen die aktuelle Situation besser zu managen, zu überstehen. Deshalb glaube ich nicht an negative Glaubenssätze, sondern an limitierende und förderliche.

Jetzt zu der Frage mit welchen Glaubenssätzen ich mich momentan beschäftige. Also mein größtes Thema, aktuell sind Gefühle. Ich bin damit groß geworden, und ich glaube wir alle. Dass wir sagen es gibt Gefühle die packen wir in eine Schublade, das sind die guten Gefühle und das die schlechten. Und die guten Gefühle, die wollen wir anstreben, die wollen wir häufiger haben und vermehren. Dann gibt es die schlechten Gefühle, die wollen wir unbedingt vermeiden. Also wir wollen nicht traurig sein, nicht wütend sein. Aber wir wollen glücklich sein und Spaß haben und uns entspannt fühlen. Und ich arbeite gerade ganz stark daran, näher an den unangenehmen Gefühlen zu sein und sie nicht wegdrängen zu wollen. Weil ich mittlerweile die Perspektive einnehme – wie gesagt es gibt nicht die richtige Sichtweise. Aber ich merke gerade, mein Leben wird unglaublich reicher, wenn ich nicht mehr unterscheide zwischen guten und schlechten Emotionen. Ich glaube mittlerweile ich möchte  viel eher die Perspektive halten, dass alles was ich vorher als negative Emotionen gesehen habe, ganz wertvoll sind. Daran kann ich wachsen, die können mich weiter bringe. Die Sachen die mich triggern, die Ereignisse die mich verängstigen oder traurig machen, die sin d mein Zugangspunkt zu wahrem Wachstum, zu wahrer Größe.

Deswegen ist es total wertvoll, anstatt es zu verdrängen eher zu schauen wo empfinde ich Angst. Wo werde ich immer wütend, wann bin ich traurig und was ist mein typisches Verhalten. Das Thema, warum es mich so fasziniert ist ja. Wir fühlen uns in irgendeiner Weise. Wenn ich gestresst war und k.o. und mich nicht energiegeladen gefühlt habe, dann habe ich immer automatische Handlungsabfolgen danach folgen lassen, wie ne Gewohnheit. Wenn ich k.o. war, weil ich ein paar Schritte auf mein Ziel zugemacht habe, dann habe ich mich vor den Fernseher gesetzt, Süßes gegessen, ein Bier aufgemacht oder so.

Hab dann deswegen mich Kacke gefühlt, weil ich nicht weiter an meinen Zielen gearbeitet habe. Dann habe ich mich enttäuscht gefühlt und weil ich die Enttäuschung nicht fühlen wollte, habe ich noch mehr von den Dingen gemacht, die mir helfen meine Gefühle – die negativen Gefühle zu vergessen und zu verdrängen. Und dann war das ne Abwärtsspirale. Ich  hab mich immer beschissener gefühlt und weil ich die beschissenen Gefühle nicht fühlen wollte habe ich mich noch mehr betäubt. Jeder hat so seine eigenen Weg, wie er sich betäubt. Bei mir war es halt dann zocken, Fernsehn gucken oder weiß ich was – essen, trinken. Und das ist so mein Thema. Seit einem halben Jahr bin ich ganz intensiv daran zu arbeiten, dass ich wirklich da hinkomme, das tief in mir drin, also nicht nur bewusst „Ich liebe meine unangenehmen Gefühle“ oder so. Nicht da sondern tief im Unterbewusstsein. Ich glaube dass das wirklich gut ist. Dass ich sage „Geil, cool ich bin traurig was will mir das sagen, wie kann ich daran wachsen? Ja, das ist das superspannendste Thema für mich gerade, was Glaubenssätze angeht. Es gibt noch  mehrere andere, aber das ist so für mich – wenn das mal irgendwann so sein sollte, habe ich die Hypothese auf jeden Fall, das werde ich rausfinden, dass da sich ganz viel darüber auflöst. Weil dann brauch ich nicht mehr davor zurückschrecken mein Idole zu kontaktieren oder die Traumfrau auf der Straße anzusprechen. Denn im schlimmsten Fall reagieren sie ganz Kacke und das löst in mir was unangenehmes aus. Zum Beispiel: Enttäuschung, Mut, Angst, oder so. Aber wenn ich diese Gefühle liebe und mit denen gerne bin und daran wachsen kann, dann stellen diese Berohungen keine Gefahr mehr da. Das ist meine Hypothese #00:31:55-0#

 

Gregor: Ja also mir geht es genau so mit dieser Abwärtsspirale. Ich habe dann oft versucht, gar nicht mehr zu fernsehen. Mittlerweile klappt es ganz gut, aber ab und zu wenn ich wirklich sehr erschöpft bin, dann schaffe ich es trotzdem irgendwie immer mich vor den Fernseher zu setzen. #00:32:33-2#

 

Dirk: Und das ist ne super coole Steilvorlage, die du mir da gibst. Die will ich gerne dir und den Leuten, die zuhören unbedingt ans Herz legen. Du hast versucht – also du hast einen Verhaltensweise, die dir nicht gefällt. Du guckst Fernsehen, wen du dich in einer gewissen Art und Weise fühlst und machst dann nicht mehr das was du eigentlich machen willst. Das ist dein Verdrängungsmechanismus, so zu sagen. Und jetzt sagst du das Verhalten gefällt mir nicht, dann verändere ich jetzt das Verhalten. Und dann wunderst du dich, warum es wieder und wieder nicht so klappt wie du es dir vorgenommen hast. Genau das gleiche gilt, wenn wir sagen ich will ab jetzt früher aufstehen oder ich will ab jetzt weniger Süßigkeiten essen oder ich will ab jetzt abnehmen oder ich will mehr Sport machen oder ich will jetzt aufhören zu rauchen oder – ja also wir kennen das alle, diese ganzen guten Vorsätze. Wir versuchen das Verhalten zu ändern und dann werden wir rückfällig und dann sind wir noch mehr enttäuscht als vorher. Und  bestätigen eigentlich wieder den Glaubenssatz „Scheiße ich kann Dinge einfach nicht zu Ende durchziehen“. Das Problem liegt nicht daran, dass du versucht hast dein Verhalten zu ändern. Sondern, du veränderst nicht deine internen Assoziationen. Also was das bedeuten soll: Du verbindest mit Fernsehen irgendetwas, du hast eine Assoziation dazu. Für den Einen bedeutet Fernsehen „größte Zeitverschwendung jemals, würde ich niemals machen“ für jemand anderen – ist wieder eine Sichtweise, ne ist wieder die Perspektive – für jemand anderen, inklusive mir, bei mir bedeutet Fernsehen zum Beispiel – das ist mein Rückzugsort. Wenn es mir richtig Kacke geht, und ich traurig bin oder schlecht gelaunt oder weiß ich was – richtig erschöpft oder verängstigt, dann will ich dieses Gefühl nicht fühlen und desewegen gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie ich das nicht mehr fühle. Und eine super Methode ist halt in dem ich mich in andere Welten begebe. In eine Fernsehwelt zum Beispiel. Da werde ich abgelenkt und kann mich auf einmal freuen. Deswegen ist meine interne Assoziation mit Fernsehen momentan noch, es ist mein Rückzugsort, es ist sicher und es tut mir gut. Wenn jemand aber – und solang wie du jetzt sagst „Ne ich will jetzt nicht fernsehen, denn ich will lieber an meinen Träumen arbeiten, aber deine interne Assoziation sich geändert hat, dann wird immer dein inneres Bild – also das ist halt das Thema mit den Glaubenssätzen. Du kannst noch so viel von außen versuchen zu verändern, deine Realität wird sich immer wieder an deine innere Vorstellung, an deine innere Realität anpassen. #00:35:14-2#

 

Gregor: Da sprechen wir nachher noch genauer darüber. Aber jetzt habe ich noch eine Frage, also vielleicht kann man die auch nicht so pauschal beantworten. Woher kommen Glaubenssätze, also nicht unbedingt wie entstehen sie, sondern wo sind sie gespeichert? #00:35:37-6#

 

Dirk: Wo sind Glaubenssätze gespeichert? – Weiß ich nicht. Ich kanns nicht genau sagen. Ich hab gerade gedacht, sie sind im Gehirn, aber ich weiß es nicht 100prozentig. Also ich kann dir sagen, was ich für mich erfahren habe und was ich für mich weiß, was meine Realität im Moment ist. Und das ist nicht nur ein interlektuelles Konzept, weil wir alle haben schon Bücher gelesen auf denen steht „Mach die Dinge vor denen du Angst hast, gleich als Erstes am Tag“ oder weiß ich nicht „Heb dir nicht die wichtigen Sachen bis zum Schluss auf“ und so. Und wir wissen das, aber machen es trotzdem nicht. Es ist also nicht nur ein rein interlektuelles Ding. Was ich weiß, für mich, dass ich es nicht nur mit dem Kopf verstanden haben muss, sondern mit dem ganzen Körper spüren muss, dass ich das bin. Als ich damals mit den Videos angefangen habe, hatte ich ja panische Angst davor mich vor die Kamera zu stellen. Damals war mein Glaubenssatz „Ich bin schüchtern. Ich kann das nicht. Ich kann nicht vor der Kamera sprechen.“ Und ich hab dann angefangen positive Überzeugung mir zu sagen, so eine Art Affirmation. Bin ich dann durch den Wald gerannt und hab gesagt, „Ich bin mutig, ich trau mich das und ich hab Spaß daran und so. Aber es war noch nicht in allen meinen Zellen, es war noch nicht ich. Es war nicht meine Identität, es war nur ein mentales Konzept. Und je mehr ich die Videos gemacht hab und je mehr ich immer und immer wieder mich meinen eigenen Limitierungen gestellt habe, desto mehr ist es in Fleisch und Blut übergegangen. Deswegen würde ich, ohne dass ich einen wissenschaftlichen Hintergrund dazu habe – deswegen sage ich, ich weiß es nicht aus wissenschaftlicher Sicht. Aber ich kann dir sagen was meine Wahrheit ist. Meine Wahrheit ist: Glaubenssätze sind in jeder einzelnen Zelle meines Körpers. Dann ist es ein wirklich tief gespeicherter Glaubenssatz für mich, wenn ich es voll und ganz verkörpere.

Es gibt dieses coole Zitat, das sage ich immer wieder. Johann Wolfgang von Goethe hat ein paar richtig coole Sprüche rausgehauen. Unter anderem: „Zu wissen und nicht zu tun, ist nicht zu wissen.“ Und das ist das, warum wir so viele nicht mit unseren Wünschen und Zielen weiterkommen. Wir lesen so viel dazu, ziehen uns einen Podcast rein oder noch ein Video, aber am Ende setzen wir es nicht um. Und dieses Umsetzen, ist am Ende das was das wirkliche Wissen bedeutet. Das es nicht nur mental verstanden ist – oh ja ich kann es dir auswenig sagen. Oder „oh ja, ich habe es gemacht“ das ist ein riesen Unterschied. #00:38:28-5#

 

Gregor: Okay. Und ist es falsch zu sagen, dass Glaubenssätze aus dem Unterbewusstsein kommen? Also zum Beispiel: Ich kann keine Fraunen ansprechen oder ich kann mit dieser Episoden noch nicht rausgehen, die ist noch nicht perfekt. Kommt das aus unserem Unterbewusstsein?#00:38:35-9#

 

Dirk: Da gibt es auch unterschiedliche Sichtweisen dazu. Es gibt auch jedemenge Therapeuten und Psychologen, die sogar ganz ohne diese Definition, Unterbewusstsein, Unbewusstsein, Überbewusstsein, Bewusstsein, arbeiten. Fand ich total spannend. Ich habe jedemenge Experten in den letzten Monaten kontaktiert um mich mit ihnen auszutauschen. Und da habe ich so viele neue Sichtweisen kennen gelernt. Weil ich bin ganz lange auf der Schiene gewesen: es gibt Bewusstsein, da sind meine Wünsche und Ziele drin, da ist mein Wille drin. Ich will jetzt mir dem Podcast anfangen. Und dann gibt es mein Unterbewusstsein und mein Unbewusstsein – da hab ich nie so ganz verstanden was der Unterschied ist. Ich kann es auch jetzt nicht ganz genau sagen, weil ich mich ehrlich gesagt nicht nur mit dieser traurigen, grauen Theorie beschäftige. Ich willl nicht gut darin sein irgendwelche anatomischen oder physiologischen oder weiß ich was Prozesse zu beschreiben. Sondern ich will am Ende Ergebnisse sehen und wirkliche Veränderungsprozesse begleiten, und da bringt mich das am Ende nicht weiter.

Aber was ich auf jeden Fall weiß ist, dass ich Überzeugungen hatte deren ich mir bewusst war und dann gab es Sachen, deren ich mich mir nicht bewusst war. Und als sie mir bewusst gemacht wurden oder als ich sie mir bewusst gemacht habe, wie Schuppen von den Augen fielen. Wo ich so dachte, krass das ist mir vorher so nie aufgefallen. Von daher würde ich schon sagen, dass es Überzeugungen gibt – Glaubenssätze deren wir uns aber nicht bewusst sind. Wenn es im Bewusstsein gespeichert wäre – ich kann es nicht genau beantworten.. Also würde ich damit vorsichtig sein. #00:40:46-6#

 

Gregor: Okay. Jetzt noch die finale Frage auf die wahrscheinlich schon alle gewartet haben. Wie überwinde ich diese überwinde ich diese limitierenden Glaubenssätze, die mich von meinem Ziel abhalten. Wenn du etwas wirklich willst, aber deine Glaubenssätze halten dich mit Ketten zurück. #00:41:09-6#

 

Dirk: Ich wünschte ich könnte dazu schon die goldene Antwort geben. Aber da ich selber noch massiv auf der Suche bin, kann ich das noch nicht. Aber ich weiß was ich schon an Wahrheiten für mich gefunden habe. Ich war jetzt erst wieder am Wochenende auf einem 2tägigen Workshop, wo ich eine Methode kennen gelernt habe die mit Muskeltests arbeitet um Glaubenssätze zu verändern. Ich bin gespannt, das jetzt in den nächsten 8 Wochen für mich zu testen. Ich versuche immer neue Methoden auf mich selbst anzuwenden, wie in einer Selbststudie. Und danach wenn ich merke okay das verändert was, in die Arbeit mit meinen Klienten zu integrieren. Eine Sache die ich definitiv weiß ist, es gibt endlos viele Methoden die angepriesen werden, die helfen können. Ob das jetzt etwas ist wie Affirmation, dass ich immer wieder mir das positive Gegenstück zu dem was mich limitert sage. ich bin mutig oder ich liebe Herausforderungen und gehe mutig sofort und mit Freude ans Werk. Dass ich mich immerwieder daran erinnere und über die Wieherholungszahl am Ende das erreiche, das es auch im  Unterbewusstsein ankommt. Da hab ich aber jetzt, sein 10 Wochen das im Selbstversuch für mich nochmal angewandt. Hab dazu auch versucht diesen Wiederholungsakt noch zusätzlich zu verstärken indem ich es morgens und abends aufgeschrieben habe, dass ich in den Wald gegangen bin und dabei mich krass bewegt habe. Das hat meiner Meinung nach, noch nicht die Ergebnisse gebracht die ich mir gewünscht hätte. Deswegen würde ich das jetzt sagen, kann was bringen weiß ich aber noch nicht 100prozentig. Wer weiß vielleicht muss man das ein Jahr lang machen. Oder vielleicht funktioniert es bei dem Einen schnell und bei dem Anderen weniger schnell. Es gibt endlos viele Methoden und Affirmation  wäre eine die sehr häufig genannt wird. Eine Sache weiß ich. Sowohl von dem was ich bisher erlebt habe. Sowohl bei mir persönlich, bei mehreren Glaubenssätzen, als auch bei den Klienten mit denen ich zusammenarbeite. Und das ist: „Man muss trotz des Glaubenssatzes ins Handeln kommen.“ Und das ist der Satz den keiner hören will. Alle die jetzt so lange zugehört haben, werden jetzt angepisst sein weil ich euch nichts sage was ihr vorher nicht schon gewusst habt, aber noch nicht gemacht habt. Ich hab bei meinen Videos damals, panische Angst gehabt mich vor die Kamera zu stellen und habe dann da – schreiend bin ich durch den Wald gerannt und hab gesagt „Ich kann das ich bin mutig“, hab mir visualisiert wie ich es mache. Aber schlussendlich musste ich üben es dann tatsächlich zu machen. Ich hab dann erstmal angefangen für mich Videos aufzunehmen, dann habe ich irgendwann den Mut gehabt mal ein online zu stellen. Und nach dem 50en Mal kam dann doch wieder ein Tag an dem ich gezweifelt habe und nach dem 100zen mal auch. es gab gute und schlechte Momente, es war nie ganz weg. Und erst jetzt – jetzt habe ich ca. 150 Videos auf meinem Kanal und das Thema ist gegessen. Es ist wirklich in Fleisch und Blut übergegegangen. Ich freue mich darauf, vor der Kamera zu stehen. Du kannst mich nachts wecken und mir das Ding in die Hand drücken oder in Gesicht und da ist keine Angst mehr da. Selbst wenn ich nicht wüsste worüber ich reden sollte, hätte ich kein Problem damit einfach loszulegen. Weil es wirklich durch das immer weider machen und immer wieder – ich hatte ja vorher den Glaubenssatz „Ich kann das nicht ich bin schüchtern. Und dann immer wieder ein Gegenbeispiel in der Realität zu kreieren. Das hat am Ende geholfen.

Auch bei dem Workshop, wo ich am Wochenende wieder war. Da wurde auch die Methode vorgestellt, wie man daran arbeiten kann einen anderen Glaubenssatz zu kreieren oder einen limitierenden loszulassen. Aber schlussendlich – ich habs mir 3mal aufgeschrieben und 3mal fett unterstrichen, mit Ausrufezeichen, wurde dort auch mir wieder vermittelt: Ohne das Handeln wird sich nichts ändern. Du kannst diese Methode anwenden und dich dadurch in eine besser vorbereitete Situation bringen, aber wenn du nicht trotz der Überzeugung ins Handeln kommst, wird sich nichts ändern. Das ist so das Einzige, das ich mit absoluter Sicherheit momentan für mich sagen kann. Vielleicht gibt es auch Hypnose, hab ich auch vor ein paar Wochen probiert. Es hat interessante Prozesse in mir ausgelöst. Aber auch da merke ich, wenn ich dann nicht danach handle dann verpufft das einfach wieder. Dann ist das am Ende wieder nur ein mentales Konzept das ich ein bisschen stärker  gefühlt habe. Aber es ändert nicht meine Realität. So ist es wie ich es momentan wahrgenommen habe. Jeder der jetzt draußen sagt, das habe ich ganz anders erlebt, dann teilt es bitte mit uns. #00:46:16-2#

 

Gregor: Hypnose ist ja auch sehr umstritten, und ja. Es ist sehr mutig von dir, was du alles ausprobierst an dir selbst. Natürlich mit einem sehr großen Profit, wenn es funktioniert. Ich glaube man braucht einfach wirklich das Interesse und die Passion dafür, dass man sich mit diesem Thema auseinandersetzt. ich glaube wenn ich mich weiter vertiefen würde in dieses Thema, dann wäre ich so verloren. Weil ich nicht wissen würde wo ich anfangen soll.

War das für dich ein Problem oder wie ist es eigentlich dazu gekommen, dass du dich mit Glaubenssätzen auseinandersetzt? #00:47:23-5#

 

Dirk: Das war im letzten Sommer, da hatte ich an diesem Tag zwei Coaching Sessions. Und in beiden Sessions war es am Ende so, dass wir festgestellt haben: Es steht und fällt gerade alles mit einer inneren Überzeugung. Und wenn sie die ablegen könnten, dann wäre alles viel einfacher. Und dann habe ich auch nochmal in den Sessions mit meinen Klienten geteilt, wo ich in meinem Leben gravierende Unterschiede wahrnehmen konnte, in meinem Verhalten und in meinem Fühlen aufgrund dessen, dass ich eine andere Überzeugung entwickelt habe. Und das ist mir an diesem Tag so krass bewusst geworden, dass da drinnen nen wirkliche Veränderung passieren kann. Das Ding ist, mit meiner Arbeit will ich – auch mit den Videos die ich kreiere – will ich Menschen helfen ne Veränderung zu bewirken. Ne Veränderung im Außen und ne Veränderung im Innen. Und ich suche immer nach Möglichkeiten, wie kann ich diesen Veränderungsprozess effizienter gestalten. Wie kann ich das vielleicht anstatt in einer Stunde, in einer Minute machen – wenn das möglich ist. Und ich scheue dabei nicht zurück neue Quellen hinzuzuziehen, bei anderen Experten anzuklopfen und zu fragen, wie machst du das? Wie veränderst du das, bei deinen Klienten? Was war die Fragen? Wieso ich auf das Thema gestoßen bin? Ja, und da ist mir bewusst geworden, an diesem Tag, krass alles was ich an Videos bisher kreirt habe, waren – da haben Leute ein Problem die sind zum Beispiel unzufrieden sind weil sie jetzt nicht auf ihr Ziel zugehen oder sie sind unklar und wissen nicht genau wie sie weitermachen sollten. Und ich hab als wenn ich ein Arzt wäre, hätte ich Schmerztabletten verschrieben. Ich hätte ihnen eine Methode an die Hand gegeben, die ihnen hilft sich nicht mehr schlecht zu fühlen oder trotz des schlechten Gefühls noch weiter machen zu können für ne gewisse Weile. Aber was mir bewusst geworden ist, ich hab nicht die Ursache des Problems behoben. Warum fühlen sie sich schlecht? Was ist du Ursache, dass sie nicht auf ihr Ziel zugehen? Was ist die Ursache dafür, dass sie nicht klar wissen was sie erreichen wollen. Und da ist mir dann bewusst geworden die Ursache liegt viel tiefer, nicht so oberflächlich. Und das ist der Grund warum ich dann am Ende auf das Thema mit den Überzeugungen gestoßen bin, weil ich halt für mich erkannt habe: Krass immer wenn ich meine Überzeugung verändert habe, dann ist der Rest wie im Fluss von alleine gekommen. Und ich will niemals nur irgendwie das anbieten, was sich gut verkauft sondern ich will wirklich – ich will was dafür bieten und wirklich einen Unterschied machen mit der Arbeit. Und in erster Linie ist das ein egoistisches Motiv. Ich will für mich Veränderung bewirken und das coole ist, dass es verdammt vielen Menschen nebenbei auch noch helfen kann. Großartig. #00:50:23-1#

 

Gregor: Ja auf jeden Fall! Also ich würde sagen, hier machen wir den Sack zu. Es waren wirklich sehr viele interessante Inhalte dabei, die einen wirklich weiterbringen und mit diesen Inhalten würde sagen, wir lassen die Zuhörer die Informationen überdenken und ich verabschiede mich jetzt schon einmal. Und du darfst noch Dinge ergänzen, die dir jetzt noch auf der Seele brennen. #00:51:02-3#

 

Dirk: Ich denken einfach nur, falls jemand mehr Interesse an dem Thema hat und merkt dass er sich am Ende immer nur selber am meisten im Weg steht und es nicht wirklich weiterkommt beim Umsetzen seiner Ziel und Träume. Dann nehmt gerne Kontakt auf. Entweder auf der Seite, ich weiß nicht ob das hier möglich ist. #00:51:32-2#

 

Gregor: Ich verlinke deine Website und deinen YouTube-Kanal auf jeden Fall in den Shownotes. #00:51:32-2#

 

Dirk: Genau. Dann stellt mir einfach eine Frage. Das hilft mir immer. In letzter Zeit kreiere ich meine Inhalte ausschließlich danach, was mir Leute so für Fragen stellen. Oder wenn ihr da noch mehr für euch investieren wollt, dann schaut einfach vorbei ob irgendwas, was ich anzubieten habe an Dienstleistungen oder Produkten, euch zusagt. Und ansonsten viel Spaß auf dieser geilen Reise! Ich finde, den Schritt den viele hier die hier zuhören, wahrscheinlich vorhaben oder schon unternehmen, was Eigenes auf die Beine zu stellen. Ist für mich persönlich die coolste Achterbahnfahrt überhaupt gewesen, und hat mir erlaubt zu einer Person zu reifen, die ich mir so niemals vorgestellt hatte, dass ich die jemals sein könnte.

Also viel Spaß dabei auf eurer eigenen kleinen, coolen Reise!