Heute sprechen wir darüber woran es liegen kannst, dass du nicht in die Umsetzung kommst. Warum du deine Ziele nicht erreichst und meine persönliche Geschichte mit der Perfektion. Wir klären wie du deine Ziele richtig setzt und was Perfektion alles anrichten kann.

Shownotes

OneLifeBaby

Website
YouTube
Video-Perfektion

Pareto Prinzip 

Gary Vaynerchuk

Video 1
Video 2

In der letzten Episode habe ich mit Dirk von OneLifeBaby über Glaubenssätze gesprochen, die dich von deinen Zielen abhalten. Es ist ein sehr wertvolles Interview geworden, hör unbedingt mal rein.

Dirk und ich haben vor und nach der Aufnahme miteinander gesprochen. Er ist echt ein cooler Typ und hat auf alles eine Antwort. Ich verlinke euch nochmal seinen YouTube Kanal und seine Website in den Shownotes.

Jedenfalls sind wir auf das Thema Perfektion gekommen und haben Erfahrungen und Geschichten ausgetauscht. Nach dem Gespräch dachte ich mir, da waren so viele wertvolle Informationen dabei. Also habe ich entschlossen nochmal in einer separaten Episode darüber zu sprechen.

Perfektionistische Ziele kann man nicht erreichen

Ziele sind eine Grundvoraussetzung um zielgerichtet und produktive arbeiten zu können. Leider setzen sich viele ihre Ziele unbewusst so, dass sie niemals erreicht werden können. Damit meine ich nicht, dass das Ziel zu groß ist. Selbst wenn du das Ziel hast, irgendwann am Mond zu stehen. Meiner Meinung nach ist kein Ziel zu groß.

Worauf ich hinauswill sind die kurzfristigen Ziele, die Zwischenschritte zur Fertigstellung eines Projekts. Wenn du diese Aufgaben zu perfektionistisch setzt wirst du sie entweder nicht erfüllen können oder du brichst frustriert ab.

Ich hoffe das war einigermaßen verständlich.

Nochmal langsam zum Mitschreiben. Ziele können hoch sein, aber auf keinen Fall perfektionistisch.

Das Ding ist du mühst dich stundenlang ab um das Ergebnis noch um 5% besser zu machen. Doch die komplette Zeit war umsonst. Du hättest schon die nächste Aufgabe machen können. Denke an das 80/20 Prinzip. Falls du nicht weißt wovon ich da rede, ich verlinke dir eine Erklärung in den Shownotes.

Mit 20 Prozent der Zeit kannst du 80 Prozent des Ergebnisses erreichen. Wie ineffizient ist es, dass du versuchst die 100 Prozent zu erreichen? Du brauchst 4-mal so lange um die Aufgabe „perfekt“ zu machen.

Selbst wenn du 99 Prozent erreichst, bist du noch nicht glücklich und deine Kunden merken es nicht einmal. Nicht weil sie so ignorant sind, sondern weil diese zusätzlichen 20 Prozent keinen Unterschied machen. Das heißt auf keinen Fall, dass ich mir keine Mühe gebe, weil ich sowieso 80 Prozent erreiche. Ich gebe mein Bestes in einem vernünftigen Zusammenspiel aus Zeit und Ergebnis.

Worst case

Mit dem Worst-Case-Szenario verbinde ich Menschen die nicht nur ein perfektes Ergebnis wollen. Sie wollen auch die perfekte Ausführung. Zum Beispiel will Daniel nicht nur den perfekten Text schreiben. Er möchte auch mit dem richtigen Laptop, am richtigen Tisch, mit dem richtigen Sessel sitzen.
Also sagt er: „Nächstes Mal, wenn das Wetter nicht gut ist und ich ein ganzes Wochenende nichts vorhabe. Wenn nichts Spannendes im Fernsehen ist und wenn meine Mitbewohner auf Urlaub sind. Wenn mein Kühlschrank voll ist und ich für keine Klausur lernen muss.
Ja dann sperre ich mich in meinem Zimmer ein und schreibe den perfekten Test.

Das Beispiel ist ein bisschen plakativ, aber es ist nicht sehr weit hergeholt. Dieser Perfektionismus kann dir schnell zum Verhängnis werden. Hoffentlich hast du gemerkt, dass Daniel sein Ziel von vielen Dingen abhängig macht, die er nicht beeinflussen kann. Und die Dinge für die er verantwortlich ist, sind mit einer Aufgabe verbunden. Nehmen wir einmal an der „perfekte“ Tag trifft ein. Leider kommt Daniel darauf, dass er nichts im Kühlschrank hat. Jetzt muss er sich eine Liste schreiben und einkaufen gehen.
Das nächste Problem wird Daniel bemerken sobald er loslegt. Er kann nicht einen Tag lang durchschreiben. Warum? Weil er es zuvor noch nie getan hat. Du kannst nicht von 0 auf 100 in einem Tag kommen. Dazu später in meiner persönlichen Story mehr. Daniel hätte vorher schon immer wieder ein paar Stunden schreiben sollen. Dann kommt er langsam an den Punkt, an dem er einen ganzen Tag lang durchschreiben kann.

Was wäre mit messi passiert?

Stell dir vor Lionel Messi hätte sich als Kind gedacht. Ich warte mit dem Fußball spielen noch bis das Wetter schön ist und ich bessere Schuh habe. Außerdem muss ich noch ein wenig größer werden. Lionel Messi wäre niemals Fußballer des Jahres geworden mit so einer Einstellung.

Mir ist egal ob du nun Messi-Fan bist oder einen anderen Fußballer verehrst. Es ist bei jedem gleich. Du musst rausgehen bevor alles perfekt ist.

WIe erkenne ich perfektionistische Ziele?

Den Worst Case, den ich dir oben geschildert habe, verdeutlicht es ganz gut. Ein Ziel sollte nicht durch Dinge von außen beeinflusst werden. Und auf keinen Fall von Dingen die du nicht beeinflussen kannst. Wenn es gar nicht anders geht, weil du auf eine wichtige E-Mail wartest, ect.
Dann unterteile das Ziel in Aufgaben die du erledigen oder vorbereiten kannst bevor die E-Mail eintritt. Lass dich nicht von deinem Unterbewusstsein reinlegen. Vielleich kannst du die Aufgabe auch ohne der E-Mail erledigen.

Perfektionistisches Ziel:
„Wenn ich ein komplett freies Wochenende habe, dann lege ich richtig los.“

Richtiges Ziel:
„Ab heute nutze ich jede freie Stunde um loszulegen.“

Durch das richtige Ziel baust du Momentum auf und kannst auch mal ein Wochenende lang durcharbeiten. Auch in dieser Episode muss ich wieder zwei Videos von Gary Vaynerchuk verlinken. Es tut mir leid, aber der Typ ist so krass motivierend. Ich sage einfach gar nichts dazu. Zieht sie euch einfach rein.

„People are crippled by perfection. I just keep moving forward.“

-Gary Vaynerchuk-

Meine Story mit der Perfektion

Das Beispiel mit Daniel ist gar nicht weit hergeholt. Denn vor gar nicht langer Zeit dachte ich ähnlich wie er. Ich hatte in der Schule eigentlich nicht viel zu tun, aber ich war am Abend schwer in Schwung zu setzen. Am Wochenende sind wir meistens zu Verwandten gefahren oder ich verabredete mich mit Freunden.

Und so hat sich bei mir der Glaubenssatz gebildet, dass ich nur ein freies Wochenende brauchen würde um richtig loszulegen. Ich denke es ist keine große Überraschung, dass dieses Wochenende niemals gekommen ist und ich meine Ziele aus den Augen verloren habe. Selbst wenn ich mal Zeit hatte um produktiv zu sein, hatte ich keine Ahnung was ich machen will.

Bis ich ein Video vom lieben Dirk auf YouTube gesehen habe, in dem er über Perfektion spricht. Ich verlinke es in den Shownotes. Dieses Video hat mir die Augen geöffnet und ich erkannte etwas. Meine Ziele waren so definiert, dass es für mich unmöglich war sie auch nur anzugehen.

Noch am selben Tag strukturierte ich meine Ziele um und definierte sie anders. Ich legte nicht mehr so großen Wert auf Perfektion und vereinfachte mir den Start. Langsam kam ich in einen Flow und begann meine ersten Projekte. Ohne dieses Video wäre ich wahrscheinlich immernoch am Start. Und würde auf die Regierung schimpfen, weil die Schuld daran ist, dass ich so unproduktiv bin.

Setzte deine Ziele richtig

Was scheint wie ein kompliziertes Hexenwerk, ist in Wirklichkeit nur Übung. Ich kann dir nur die Basics zeigen, den Rest musst du auf dich abstimmen und selbst herausfinden. Jeder definiert seine Ziele anders und jeder notiert sie woanders. Manche haben eine eigene App für ihre Ziele, manche schreiben einfach in ein Word Dokument oder Evernote. Es gibt auch Menschen, die sich ihre Ziele nicht aufschreiben, sondern einfach merken. Ich kann das leider nicht, darum schreibe ich mir meine Ziele in Trello auf.

Experimentiere einfach damit, wo du deine Ziele aufschreibst. Ob du eine Deadline brauchst, oder nicht. Vielleicht hilft es dir dein Ziel in kleine Zwischenziele zu unterteilen. Lass dich nicht einengen. Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Für mich hat es sich immer bewehrt, meinen Ziele jeden Monat in Trello zu schreiben. Ich setze mir eine Deadline und füge eine Checkliste mit Zwischenschritten ein. So habe ich alles im Überblick und weiß immer was zu tun ist. Du kannst gerne ausprobieren ob diese Vorgehensweise auch für dich funktioniert. Probiere einfach aus. Sei nicht perfektionistisch wenn du deine Ziele aufschreibst.

Perfektion bremst

Lass uns die heutige Episode noch einmal zusammenfassen. Es ist kein Fehler Ziele groß anzusetzen und dein Bestes zu geben um es zu erreichen. Strebe nicht nach den letzten 20 Prozent, denn sie benötigen 80 Prozent der Zeit.

Perfektion verlangsamt deinen Fortschritt unnötig und macht es dir schwer Momentum aufzubauen. Durch das fehlende Momentum, kannst du ein freies Wochenende nicht effektiv nutzen. Durch den fehlenden Schwung hast du bald keine Lust mehr und gibst auf.

Perfektion bremst

Jetzt bist du an der Reihe, deine Idee umzusetzen. Starte noch heute und denke immer daran.

„Der Weg ist das Ziel“

Danke, dass du bei dieser Folge dabei warst. Wir hören uns in der nächsten Folge. In der sprechen wir darüber „Was wenn ich mit dem Falschen starte?“
Ich wünsche dir einen wunderschönen produktiven Tag.

Dein Coach,
Gregor Alexander